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Tarifabschluss für bayerische Brauer: 3,25 Prozent mehr Lohn

München (dpa/lby) – Für die 10 000 bayerischen Brauer ist ein Tarifabschluss erzielt worden. Für den Zeitraum vom 1. März 2019 bis zum 29. Februar 2020 werden demnach die Löhne um 3,25 Prozent erhöht, danach bis zum 28. Februar 2021 um weitere 2,5 Prozent, wie die Tarifgemeinschaft bayerischer Brauereien am Donnerstag mitteilte. Auszubildende erhalten pauschal in jeweils beiden Jahren eine Entgelterhöhung von 40 Euro monatlich. Auch die Altersvorsorge wurde aufgestockt.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte vor der zweiten Verhandlungsrunde 6,5 Prozent mehr Lohn bei einem Jahr Laufzeit gefordert, die Arbeitgeber hatten 2,4 Prozent angeboten. Mit Warnstreiks in ganz Bayern und einem großen Demonstrationszug zum Haus des Bayerischen Brauerbunds hatten die Beschäftigten am Dienstag Druck gemacht.

Das Ergebnis sei innerhalb der Verhandlungskommission der Arbeitgeber heftig diskutiert worden, teilte die Tarifgemeinschaft weiter mit, und: «Lange stand eine mehrheitliche Zustimmung infrage.»

«Der Abschluss wurde durch den großen Einsatz und die hohe Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen an den vorangegangenen Warnstreiks erkämpft. Das Ergebnis ist Ausdruck für die Wertschätzung der Belegschaft und deren großartiger Leistung. Das haben sie sich redlich verdient», sagte Mustafa Öz, Verhandlungsführer und Landesbezirksvorsitzender der NGG Bayern.

Die bayerischen Brauereien hatten ihren Absatz im vergangenen Jahr um gut drei Prozent auf 2,46 Milliarden Maß Bier gesteigert. Ein Viertel davon ging in den Export.