Tarifverhandlungen gescheitert: Im Baugewerbe fehlt der Nachwuchs

Die Chefs der Kulmbacher Bauunternehmen müssen damit rechnen, dass es vorerst schwierig wird, Auszubildende zu finden. Das schreibt Gerald Nicklas, der oberfränkische Bezirksvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Demnach sind fast 80 Ausbildungsplätze im Baugewerbe im Kulmbacher Land unbesetzt und Nicklas geht davon aus, dass sich das so schnell nicht ändern wird. Er übt massive Kritik: „Bauarbeitgeber begreifen immer noch nicht, dass es höchste Zeit wird, die Jobs auf dem Bau deutlich attraktiver zu machen,“ schreibt er. Für die Zukunft sei es auch wichtig, dass Bauarbeiter die Anfahrt zur Baustelle und Auszubildende die Fahrt zur Berufsschule bezahlt bekommen. Hintergrund ist das jüngste Scheitern der Bau-Tarifverhandlungen. Die IG BAU hatte ein Lohn-Plus von sechs Prozent und ein 13. Monatsgehalt gefordert.