Tarifverhandlungen in der Frankenwaldklinik: Gewerkschaft fordert deutlich mehr Geld für untere Einkommensgruppen

Sieben Prozent mehr Lohn fordert die Gewerkschaft ver.di für die Mitarbeiter in der Helios-Frankenwaldklinik in Kronach – ohne die Ärzte. Die erste Verhandlungsrunden am Freitag hat keine Ergebnisse gebracht, die Sitzung ist vertagt worden. Die Gewerkschaft will mit ihrer Forderung vor allem die unteren Einkommensgruppen stärken. Außerdem fordert die Gewerkschaft einen Corona-Bonus in Höhe von 1.500 Euro für Beschäftigte, die direkten Kontakt zu Covid-Patienten haben.

Die Forderungen wurden von Helios zurückgewiesen. Sie bietet stattdessen eine erste Lohnerhöhung um 1,8 Prozent ab April. Das stößt wiederum bei den Gewerkschaftern auf Protest: Beschäftigte im Gesundheitswesen hätten mehr verdient als fragwürdige Almosen und öffentlich-wirksamen Applaus, so Verhandlungsführerin Kathrin Weidenfelder.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber und verfügt in Deutschland über 89 Kliniken, 128 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren.