Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr fährt zu einem Einsatz., © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Teils sehr hohe Waldbrandgefahr in Bayern

Die Wald- und Wiesenbrandgefahr ist in Bayern am Wochenende vielerorts hoch bis sehr hoch. Besonders betroffen sind Ober- und Unterfranken, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilte. «Da, wo der Gefahrenindex am höchsten ist, ist auch die Dürre am größten.» In Franken habe es zuletzt wenig geregnet, daran werde sich auch in den nächsten Tagen nichts ändern.

Zudem wird es am Wochenende mit oft 30 Grad sehr warm in Bayern. Am Untermain kann es sogar bis zu 36 Grad heiß werden. Hitze ist zwar kein direkter Auslöser von Bränden, die es bei starker Trockenheit auch im Winter geben kann. «Aber bei Hitze ist die obere Bodenschicht extrem trocken, so dass ein kleiner Funken ausreicht», sagte der Meteorologe.

Wer die hochsommerlichen Temperaturen Samstag und Sonntag für Ausflüge in die Natur nutzen will, muss deswegen besonders aufpassen. «Schon ein Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe können Gras, Nadelstreu und am Boden liegende Zweige entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen», warnte die Regierung von Oberfranken.

Doch nicht nur ein in die Natur geschnippter Glimmstängel ist bei der Brandgefahr im Freistaat tabu. «Durch eine achtlos weggeworfene Flasche oder Glasscherben kann die Sonnenstrahlung fokussiert werden und ein Feuer auslösen», sagte der DWD-Meteorologe.

Was viele vermutlich auch nicht auf dem Schirm haben: Wer seinen Wagen auf Wiesen oder Waldwegen parkt, kann ebenfalls aus Versehen für einen Brand sorgen – etwa durch einen heißgelaufenen Auspuff.

Um nach möglichen Brandursachen und Feuern Ausschau zu halten, haben die Regierungen in Ober- und Unterfranken von Donnerstag bis Sonntag Beobachtungsflüge angekündigt. Am Wochenende schickt auch Mittelfranken vorsorglich Beobachter in die Luft.