Königin Elisabeth II. im Hyde Park., © Pa/PA Wire/dpa/Archivbild

Coburg gedenkt der Queen: Trauerbeflaggung und Kondolenzbuch

Mit Trauerbeflaggung und einem Kondolenzbuch zeigt die Stadt Coburg Anteilnahme am Tod von Queen Elizabeth II. «Es ist ein trauriger Tag für das britische Königshaus und das britische Volk. In Coburg ist auch eine große Anteilnahme spürbar. Seit rund 200 Jahren sind Stadt und Stadtgesellschaft über die herzogliche Familie eng mit dem Haus Windsor verbunden. Mein tief empfundenes Beileid gilt den Hinterbliebenen», teilte Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) am Freitag mit.

Von Montag (12. September) an werde ein gemeinsames Kondolenzbuch der Stadt und der herzoglichen Familie Sachsen-Coburg und Gotha im Rathaus ausgelegt. Die britische Königin war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren gestorben – nach sieben Jahrzehnten im Amt.

Coburg ist die Heimatstadt von Prinz Albert, dem Ururgroßvater der Queen. Er heiratete 1840 die britische Königin Victoria.

Die direkte verwandtschaftliche Linie nach Coburg löste die Verbindung des britischen Königshauses zum Welfen-Geschlecht aus Hannover ab: Durch Victorias Heirat mit Albert hieß das britische Königshaus fortan «Saxe-Coburg and Gotha», was im Ersten Weltkrieg problematisch wurde. Der Großvater von Elizabeth II., Georg V., änderte den Familiennamen der Royals in «Windsor».

Die Bande nach Deutschland pflegt das britische Königshaus allerdings kaum. Das liegt an der zeitweiligen Nähe des Herzoghauses zu den Nationalsozialisten. In Coburg hatten die Nazis sehr früh Fuß gefasst.

Leichte Annäherungen gab es aber in den vergangenen Jahren. Als Coburg 2019 die 200. Geburtstage von Albert und Victoria groß feierte, übernahm Elizabeth II. die Schirmherrschaft. Die «beeindruckende Breite an Aktivitäten» betone die gemeinsame Vergangenheit und enge Freundschaft zwischen Deutschland und Großbritannien, zitierte die britische Botschaft damals die Queen.

Für München hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag Trauerbeflaggung für alle staatlichen Dienstgebäude angeordnet – und hatte die Stadt und andere Behörden gebeten, sich der Idee anzuschließen. In der Hofkapelle der Residenz wurde ein Kondolenzbuch ausgelegt.