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Toter Luchs in der Oberpfalz entdeckt

Augsburg (dpa/lby) – Ein toter Luchs ist im Steinwald in der Oberpfalz gefunden worden. Das seltene Raubtier sei stark abgemagert gewesen und habe äußere Verletzungen gehabt, teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt am Donnerstag in Augsburg mit. Die Verletzungen stammten von Kämpfen mit einem anderen männlichen Luchs. Ein Beschuss könne ausgeschlossen werden. Der Kadaver war schon Mitte März gefunden worden.

Der Luchs war den Angaben nach im April 2018 im Steinwald ausgesetzt worden. Seit Oktober 2018 streift ein weiteres Männchen durch den Steinwald, dem das inzwischen tote Tier bei einem Revierkampf vermutlich zum Opfer gefallen sei.

Nach jüngsten Zahlen des Landesamts lebten im Jahr 2017 in Bayern 59 Luchse in freier Wildbahn, 56 davon in Ostbayern. Die nachtaktiven Einzelgänger können so groß wie ein Schäferhund werden und wiegen ausgewachsen zwischen 17 und 26 Kilogramm. Zu ihren Beutetieren gehören unachtsame Rehe, Gämse oder Mufflons – aber auch Hasen, Füchse oder Wildschweine.