Totschlag in Freienfels: Angeklagter wird zu acht Jahren Haft verurteilt

Im Dezember 2020 hat der 51-jährige Uwe G. seine Ehefrau totgeschlagen: das Schwurgericht sprach ihn des Totschlags schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren. Ausschlaggebend für das Urteil waren vor allem die tödlichen Verletzungen der Frau. Diese können laut Sachverständigem nicht von einem Treppensturz, sondern nur von mehreren schweren Tritten von Uwe G. gegen den Rücken auf Brustkorbhöhe seiner Frau stammen. Uwe G. habe dabei den Tod als mögliche Folge akzeptiert. Im Laufe des Prozesses hat Uwe G. bereits die Verantwortung für den Tod seiner Frau übernommen, jedoch erinnere er sich aufgrund seines Alkoholrausches nicht an den genauen Tathergang. Dies sei laut Gericht zwar unglaubwürdig, dennoch sei Uwe G. aufgrund seines Alkoholpegels zum Tatzeitpunkt nur vermindert schuldfähig gewesen. Daher wird der Angeklagte nach den ersten zweieinhalb Jahren seiner Freiheitsstrafe in eine Entziehungsanstalt verlegt, in der er eine 18-monatige Therapie gegen seine Alkoholsucht erhält. Sollte beides erfolgreich verlaufen und Uwe G. eine „positive Prognose“ haben, kann er die letzten vier Jahre seiner Strafe auf Bewährung absitzen. Das Urteil kann noch angefochten werden.