Trassengegner: BBV macht im Fichtelgebirge mobil gegen Gleichstromtrasse

Die Oberfranken wollen kein Versuchskaninchen für ein schlecht durchdachtes Milliardenprojekt sein. Statt der Gleichstromtrasse Südost-Link sollte der Energiebedarf im Süden Deutschlands mit dezentraler Stromversorgung, erneuerbaren Energien und intelligenter Steuerung und Speicherung gedeckt werden.
Das sagt unter anderem der BBV im Fichtelgebirge. Mit einem stillen Prostest haben Landwirte und Stromtrassengegner am Wochenende 200 Traktoren aufgefahren und mit Mahnkreuzen eine mögliche Trasse der Erdverkabelung markiert. Eine weitere Trassenvariante führt auch durch den Landkreis Kulmbach.

Auch wenn die Stromtrasse komplett unter die Erde soll, die Gegner, darunter die Leupoldsgrüner Bürgermeisterin und Sprecherin der örtlichen Bürgerinitiative, Annika Popp, sagen, die Stromtrasse, die Energie von der Nordsee in den Süden Bayerns liefern soll, brauchts nicht.
Die Bodenstruktur werde genauso verändert wie die Wasserführung und die Kabel gäben eine gewisse Wärme ab – Veränderungen, die man bisher nicht einschätzen könne und deshalb ablehne.