Leitungen und Tanks im Grosstanklager Ölhafen Rostock., © Bernd Wüstneck/dpa

Trifft die Wirtschaft aber nicht das Regime: Experte der Uni Bayreuth zum Öl-Embargo gegen Russland

Ein EU-weites Öl-Embargo gegen Russland würde zwar die russische Wirtschaft schwächen, aber nicht zwangsweise auch das Putin-Regime. Das sagt David Stadelmann, Professor für Volkswirtschaftslehre der Uni Bayreuth, im Gespräch mit unserem Sender:

In Zeiten von Krisen sei beispielsweise der Widerstand aus der Bevölkerung oft geringer, weil die Lebenserhaltungskosten weiter steigen. Außerdem gebe es bereits andere Abnehmer für russisches Öl, wie beispielsweise China und Indien. Dazu kommt, dass ein Öl -Embargo gegen Russland auch unsere Wirtschaft treffen würde. Beispielsweise würden die Preise für Benzin oder auch Heizöl dadurch noch weiter steigen.

Ob es zu einem Öl-Embargo kommt oder nicht könnte Mittwoch bereits entschieden werden. Dann will die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten den Sanktionstext vorlegen.

 

(Foto: Symbolbild)