Trockenheit macht Probleme: Landwirte, Waldbauern und Förster in Sorge

Die Trockenheit ist großes Thema in Kulmbach, Kronach und Lichtenfels. Die Bauern befürchten Ernteeinbußen bei Heu und Getreide um die Hälfte. Die Waldbrandgefahr steigt, im Landkreis Kronach erreicht die Warnindex heute die höchste Stufe, 5, im übrigen Oberfranken gilt die zweithöchste Warnstufe 4. Die Regierung von Oberfranken hat für heute Luftbeobachtung der Wälder durch die Luftrettungsstaffel Bayern e.V. angeordnet. Besonders in der Zeit der höchsten Gefährdung von 14 bis 18 Uhr sollen die Piloten die Wälder überfliegen und auf Brandgefahren absuchen.
Selbstredend gilt erhöhte Vorsicht, nicht nur in den Wäldern, sondern auch auf Wiesen und an Feldrändern – erst am Montag ist bei Langestadt ein Gerstenfeld von vier Hektar Größe binnen Minuten verbrannt.
Die Kulmbacher Stadtförsterin Carmen Hombach sieht nicht nur eine erhöhte Borkenkäfergefahr sondern bangt auch im Neuanpflanzungen:

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kulmbach teilt mit, dass Bauern wegen der Trockenheit auch geförderte Brachflächen abmähen oder als Weide nutzen dürfen. Dafür müssen sich nicht extra einen Antrag stellen. Die Futternutzung wurde zum 1. Juli freigegeben. Allerdings gilt das nicht für die Belieferung an Biogasanlagen.