© Felix Kästle

Überregionales Kunstprojekt: 60 Skulpturen an 40 Orten

Tettnang (dpa/lby) – Ein überregionales Kunstprojekt mit 60 Skulpturen ist ab diesem Wochenende an 40 verschiedenen Orten entlang des Bodensees und in der oberschwäbischen Region zu sehen. «Die Skulpturen ziehen sich wie ein roter Faden an geschichtlich und landschaftlich bedeutenden Orten durch fünf Landkreise», sagte Bildhauer Robert Schad am Donnerstag in Tettnang (Baden-Württemberg). Unter dem Titel «Von Ort zu Ort» sind die Kunstwerke von diesem Samstag (25. Mai) an bis zum 30. November vor Schlössern, Sehenswürdigkeiten oder mitten in der Natur ausgestellt.

Die bis zu 12 Meter hohen und rostroten Stahlskulpturen wurden in insgesamt 19 Lastwagen an die jeweiligen Standorte geliefert. Aufgrund der Größe mussten manche zerschnitten und vor Ort vom Künstler wieder zusammengeschweißt werden. «Trotz der physischen Starre wirken die Skulpturen beweglich, so als würden sie abheben wollen», beschreibt Schad seine Objekte. Dem Betrachter sollen die Skulpturen einen neuen Blick auf eine bekannte Umgebung ermöglichen.

Eine der tonnenschweren Figuren war Anfang Mai in der Gemeinde Schlier (Landkreis Ravensburg) gestohlen und eine nahe gelegene 25 Meter tiefe Böschung hinuntergeworfen worden. Die Polizei sucht nach den Tätern.

Die Schirmherrschaft der Skulpturenausstellung hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) übernommen. Es ist das bisher größte Projekt des aus Ravensburg stammenden Künstlers, der unter anderem 2016 in der Bretagne einen mehr als 300 Kilometer langen Skulpturen-Parcours mit 50 Werken aufbauen ließ.