© Matthias Balk

Umbaukosten belasten Siemens Healthineers: Ziele erreicht

Frankfurt/Main (dpa) – Wegen der Kosten für den Konzernumbau sowie negativer Währungseffekte hat der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers im vierten Quartal weniger verdient als im Vorjahr – die finanziellen Ziele wurden dennoch erreicht. Das operative Ergebnis ging im Ende September beendeten Quartal um 6 Prozent auf 627 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Nach Steuern verdiente das Unternehmen mit 374 Millionen Euro 8 Prozent weniger.

Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe. Diese Faktoren mit einbezogen, stieg der Umsatz um 2 Prozent. Getragen wurde das Wachstum durch die bildgebenden Systeme, die vergleichbar um 6 Prozent zulegten.

Die Labordiagnostik steigerte die Umsätze um vergleichbar 3 Prozent. Hier trieb vor allem der Verkauf des Diagnostiksystems Atellica den Umsatz nach oben. Mehr als 990 Geräte verkaufte Healthineers vor allem auf dem europäischen Markt bis Ende September. «Damit haben wir unser Ziel von 800 bis 1000 ausgelieferten Systemen sehr gut erreicht», sagte Finanzchef Jochen Schmitz am Montag.

Im Rahmen einer Konzernumstrukturierung hatte Siemens-Chef Joe Kaeser die Medizintechnik ausgelagert. Healthineers war im Frühjahr vom Mutterkonzern an die Börse gebracht worden. Der Bereich sollte eigenständiger und flexibler und damit wettbewerbsfähiger werden. Siemens bleibt aber mit rund 85 Prozent der Aktien Hauptanteilseigner von Healthineers.