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Umfrage: Söder und die CSU im Aufwind

München (dpa/lby) – Sechs Wochen nach der Wahl von Markus Söder zum bayerischen Ministerpräsidenten legt die CSU in einer Umfrage weiter zu. Wäre am Sonntag Landtagswahl, kämen die Christsozialen nach Angaben des Hamburger Umfrage-Instituts GMS im Auftrag von «17:30 SAT.1 Bayern» auf 44 Prozent. Damit klettert die Partei um einen Prozentpunkt im Vergleich zum März nach oben, liegt aber weiterhin deutlich hinter ihrem Ergebnis von 2013 (47,7 Prozent) und damit deutlich entfernt von der Verteidigung der absoluten Mehrheit. Auch in anderen Umfragen konnte die CSU zuletzt steigende Werte verbuchen.

Den Angaben der Demoskopen zufolge würden sechs Parteien den Einzug in den Landtag schaffen: Die SPD mit 14 Prozent als zweitstärkste Kraft (2013: 20,6 Prozent), gefolgt von der AfD mit 12 Prozent (2013: -) und den Grünen mit 11 Prozent (2013: 8,6 Prozent). Die Freien Wähler (2013: 9,0 Prozent) würden bei 6 Prozent landen, auch der FDP würde mit 5 Prozent knapp der Wiedereinzug ins Maximilianeum gelingen. Die Linke würde dagegen wie bereits 2013 mit 3 Prozent (2013: 2,1 Prozent) scheitern.

Mit Söders Regierungsarbeit sind der Umfrage zufolge 52 Prozent der Menschen in Bayern zufrieden, nur 38 Prozent sehen in ihm keinen guten Ministerpräsidenten. Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl kann Söder insbesondere in seiner eigenen Partei auf einen großen Rückhalt bauen – 75 Prozent sehen in ihm einen guten Regierungschef. Unter den SPD-Anhängern sind es nur 35 Prozent, bei AfD-Anhängern 38 Prozent.

Die gesamte Staatsregierung wird sogar noch etwas besser bewertet: 59 Prozent sind mit der Arbeit zufrieden, 36 Prozent sind es nicht. Interessanterweise loben auch 60 Prozent der SPD-Wähler und 55 Prozent der AfD-Wähler die Leistung der Staatsregierung. Für die kommende Legislaturperiode wünscht sich aber dennoch eine breite Mehrheit (57 Prozent) ein Ende der CSU-Alleinregierung. Nur 15 Prozent halten dies für die beste Lösung.

Mit Blick auf die Wahl am 14. Oktober sehen die Befragten mit großer Mehrheit (82 Prozent) die Sicherheitspolitik als wichtigste landespolitische Aufgabe. Exakt drei Viertel nennen Ausländer und Zuwanderung, gefolgt nach großem Abstand mit 48 Prozent von Sozialpolitik sowie Umwelt- und Klimapolitik (31 Prozent). Das derzeit parteiübergreifend im Bund und im Land viel diskutierte Thema Wohnungsbau und Mieten sehen dagegen nur 9 Prozent im Mittelpunkt.