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Untreueprozess gegen Ex-Bankchef: Angeklagter von ehemaligem Geschäftsfreund belastet

Im Untreue-Prozess gegen den ehemaligen Chef der VR-Bank in Emtmannsberg im Landkreis Bayreuth hat ein Geschäftsfreund den Angeklagten gestern belastet und der Lüge bezichtigt. Er habe den Angeklagten nicht wegen einer Affäre erpresst, ihm auch keine Medikamente zum Suizid gegeben. Der Buchhändler weist Vorwürfe der Geldwäsche zurück, er erklärte laut Nordbayerischer Kurier, er habe dem Bänker in die feinere Bayreuther Gesellschaft geholfen, sei der größte Privatkunde des Geldinstitutes gewesen.

Die Wirtschaftsstrafkammer in Hof versucht dem Weg des Geldes zu folgen. 1,8 Millionen Euro soll der Ex-Bankchef über vier Jahre unter anderem für private Immobilien ausgegeben haben.

Angezeigt hat den Emtmannsberger Bankchef ein Mitarbeiter. Der, so wurde deutlich, ist inzwischen entlassen worden, angeblich weil er sich einer Mitarbeiterin sexuell genähert habe.

Wegen der Untreue war die einst selbständige kleine Emtmannsberger Bank gewaltig in Schieflage geraten und hat inzwischen mit der VR-Bank Bayreuth-Hof fusioniert.