Unübersichtlicher Fall Farzan: Unterstützerkreis wird gegründet, Regionalbischöfin spricht mit Innenminister

Der Fall Farzan bleibt unübersichtlich. Erst am Mittwoch war bekanntgeworden, dass der junge Iraner sich verpflichtet hat, kurzzeitig in den Iran auszureisen, um dort ein Arbeitsvisum für Deutschland zu beantragen. Am Donnerstag kamen gleich zwei weitere Meldungen in dem Fall:

Dorothea Greiner, die oberfränkische Regionalbischöfin habe mittlerweile bei Innenminster Joachim Herrmann vorgesprochen. Sie berichtet von einem konstruktiven Gespräch, über den genauen Inhalt hat sie aber Stillschweigen vereinbart. Sie hat Herrmann aber vor allem auf die Fälle angesprochen, in denen junge Iraner zum Christentum übertreten. Oft würden ihnen asyltaktische Motive unterstellt. Das sei bedauerlich, so Greiner.

Auch von Pfarrer Jürgen Singer, der Farzan getauft hat, gab es am Donnerstag eine Mitteilung. Am Sonntag wird demnach ein Unterstützerkreis „Pro Farzan“ gegründet. Treffpunkt dazu ist um 11:30 im Gemeindehaus Kreuzkirche in Kulmbach.