Update Brandstifter-Prozess: Zwei Angeklagte sind geständig und belasten ihren Komplizen schwer

Zwei der drei mutmaßlichen Feuerteufel, die über Ostern im Kulmbacher Land eine Serie von Brandstiftungen begangen haben, sind geständig. Vor dem Bayreuther Landgericht haben die beiden jungen Männer heute zugegeben, dass sie über Ostern in Ködnitz, bei Thurnau, bei Höferänger und in Wehrhaus bei Kulmbach-Oberdornlach mit Absicht Brände gelegt hatten.

Zwei der drei angeklagten jungen Männer haben zum Prozessauftakt heute die Brandstiftungen gestanden. Angezündet haben sie an Ostern unter anderem einen Harvester bei Ködnitz, weil sie zuvor etwas abmontiert und geklaut hatten. Mit dem Brand wollten sie Fingerabdrücke verwischen, haben die beiden heute vor dem Richter ausgesagt. Knifflig für die Jugendkammer unter Vorsitzendem Richter Eckstein wird die Detailarbeit. Denn die beiden geben dem dritten Angeklagten die Hauptschuld. Er sei der Kopf der Bande gewesen, habe die Anweisungen gegeben. Allerdings kann sich der dritte Angeklagte nach eigenen Angaben bisher nicht an die Taten erinnern. Er befindet sich wohl zur Zeit in Therapie.

Der Prozess gegen die drei jungen Männer vor dem Landgericht in Bayreuth soll am Montag fortgesetzt werden. Mit der Serie von Brandstiftungen hatten die drei Angeklagten über Ostern im Kulmbacher Land Sachschaden über 300.000 Euro angerichtet.