Update: Hinter dem Abschied von HWK-Geschäftsführer Koller steckt wohl mehr

Thomas Koller geht. Der langjährige Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Oberfranken verlässt die Kammer. In einer dünnen Pressemitteilung steht der Hinweis, es gebe unterschiedliche Auffassungen über die künftige Ausrichtung der Kammer-Organisation. Der Nordbayerische Kurier sieht den langjährigen Hauptgeschäftsführer der oberfränkischen Handwerkskammer als ein Opfer der Affäre um den Millionenbetrug bei der früheren HWK-Tochter GTO.

Der Kurier zitiert HWK-Präsident Zimmer, die Situation sei nicht leicht gewesen, es habe viel Druck in diversen Gremnien gegeben, das Vertragsverhältnis mit Koller zu beenden.

Die GTO, Gewerbetreuhand der HWK, hatte seit 1978 als Beratungsgesellschaft für Handwerksbetriebe in Oberfranken fungiert und soll das Finanzamt  zehn Jahre lang um Geld geprellt haben, von mehr als zwei Millionen Euro ist die Rede.

Koller und allerdings auch Ex-HWK-Geschäftsführer Eggers und HWK Präsident Zimmer  – so wohl der Vorwurf – sollen ihrer Pflicht als Aufsichtsräte nicht nachgekommen sein. Gegen Eggers wird nach einer Anzeige der HWK ermittelt.