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Urteil im „Mordfall Innstraße“ in Bayreuth: Angeklagter muss für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis

Das Urteil im so genannten „Mordfall Innstraße“ in Bayreuth ist gefallen. Der Angeklagte Firat T. ist heute (Fr) zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Es sei unbefriedigend, dass keiner für den Tod des Rentners zur Rechenschaft gezogen wird, so der vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung am Vormittag. Im April 2017 ist der 88-Jährige nach einem Diebeszug des Angeklagten und seines Komplizen in seinem Haus in der Innstraße zu Tode gekommen. In einem ersten Prozess wurde Firat T. deshalb zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes verurteilt, das hat der Bundesgerichtshof aber aufgehoben. Im zweiten Prozess wurde Firat T. jetzt wegen schweren Diebstahls, unterlassener Hilfeleistung und unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt. Der Mord konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Zum Tod des Rentners hätten nicht die heftigen Schläge gegen den Kopf, sondern ein Treppensturz geführt, hieß es vor Gericht.