Urteil im Prozess um die Brandstiftung in der Kulmbacher Freizeithalle: Angeklagte wurden freigesprochen

Im Prozess um die Brandstiftung in der Freizeithalle am Goldenen Feld in Kulmbach vor zwei Jahren ist am Landgericht Bayreuth ein Urteil gefallen. Die beiden Angeklagten wurden freigesprochen. Schon in den Plädoyers hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung einen Freispruch gefordert. Laut der Staatsanwältin sei der Tatvorgang und die Tat ungeklärt und es bestünden keine Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Zeugen. Und doch seien die Alibis nicht vollständig wasserdicht. Laut Verteidigung hätte der ehemalige Pächter bei der Polizei nur gestanden, um dem Druck nachzugeben. Ihm sei von Anfang an klar gewesen, dass seine Unschuld bei den weiteren Ermittlungen festgestellt werden könnte. Beiden Männern fehle ein Motiv, sie hätten keine finanziellen Probleme gehabt und wären froh über den Job gewesen, so die Verteidigung weiter. Für die Gerichtskosten muss der ehemalige Pächter der Bowlinghalle aufkommen, da es nur durch das falsche Geständnis von ihm zu der Verhandlung gekommen ist. Der zweite Angeklagte bekommt die Kosten für die Strafverfolgung erstattet, weil er eine Nacht in Untersuchungshaft verbringen musste.