Urteil wegen Kirchenasyl: Pegnitzer Pastor bekommt Verwarnung unter Strafvorbehalt

Weil er einem Flüchtling aus dem Iran Kirchenasyl gewährt hatte, ist ein Pastor aus Pegnitz im Landkreis Bayreuth gestern verurteilt worden – zu einer Verwarnung unter Strafvorberhalt. Die Richterin am Amtsgericht in Bayreuth nannte die Gewährung des Kirchenasyls eine rechtswidrige Tat. Wenn der Staat kein Asyl gewähre, dann müsse das jeder akzeptieren. Der Pastor hatte erklärt, er habe nach seinem Gewissen gehandelt. Der junge Iraner sollte von seiner Mutter und seiner Schwester getrennt und nach Griechenland abgeschoben werden. Der Pegnitzer Pastor fürchtet vor allem um die Signalwirkung für die Kirchen.