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Verband fordert mehr Wohnungsbau statt Mietpreisbremse

Nürnberg (dpa/lby) – Im Kampf gegen explodierende Wohnkosten ist die Mietpreisbremse aus Sicht des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW) nicht die Lösung: Der Verband fordert stattdessen vor allem eine stärkere Bautätigkeit. Die finanzielle Förderung des Wohnungsneubaus durch das Land müsse daher auf dem hohen Niveau des Wahljahres bleiben. Neben teurem Bauland seien vor allem steigende Baukosten für die hohen Miet- und Eigentumspreise verantwortlich. Heute will der Verband seine Forderungen in Nürnberg vorstellen.

Die Staatsregierung hat das Ziel von 500 000 neuen Wohnungen bis 2025 ausgerufen. Die dafür nötige Zahl von 70 000 Baufertigstellungen pro Jahr sei jedoch seit 2006 nicht mehr erreicht worden, betont der Verband. Im vergangenen Jahr wurden im Freistaat rund 61 000 neue Wohnungen fertig.

Der Verband kritisiert zudem zu lange Genehmigungsverfahren bei Bauanträgen. Mehr Personal auf den Ämtern sei dringend nötig.

Im VdW sind nach Verbandsangaben 474 sozialorientierte Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen wie Genossenschaften und kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitglieder verwalten rund 525 000 Wohnungen.