Verdächtiger aus der Haft entlassen: Beweise gegen Manuel S. im Fall Peggy reichen nicht aus

Das juristische Tauziehen im Fall Peggy Knobloch geht in die nächste Runde. Ein Richter hat den verdächtigen Manuel S. an Heilig Abend aus der Untersuchungshaft entlassen. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft in Bayreuth hervor.
Der Richter sieht zwar den dringenden Verdacht, dass Manuel S. mindestens dabei war, als Peggys Leiche in einem Wald bei Rodacherbrunn verscharrt wurde, für die Tötung Peggys und einen möglicherweise vorangegangenen sexuellen Missbrauch reichen die Indizien und Aussagen aber nicht aus. Vor allem, weil die Ermittler sein widerrufenes Teilgeständnis nicht mehr verwenden dürfen.

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth prüft jetzt, ob sie gegen die Freilassung von Manuel S. Beschwerde einlegt. Kernpunkt wird die Frage sein, ob die Ermittler Manuel S. ohne rechtlichen Beistand verhören durften oder nicht. Sein Rechtsanwalt hatte genau das als rund dafür angegeben, dass Manuel S. schließlich gestanden habe, so der Anwalt, was die Polizisten hätten hören wollen.