Verletzte Schafe in Unterfranken

Wolf, Bär oder Luchs? Im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld sind drei Schafe wahrscheinlich von einem großen Beutegreifer verletzt worden. Ein Tier wurde tot gefunden, ein weiteres von seinem Leiden erlöst, wie das Landesamt für Umwelt am Dienstag in Augsburg mitteilte. Die Kadaver würden nun genetisch untersucht. Zudem werde es eine Sektion am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit geben.

«Anhand der Erstdokumentation der äußerlichen Verletzungen vor Ort kann die Beteiligung eines großen Beutegreifers gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden», hieß es. Konkrete Erkenntnisse sollen die Untersuchungen liefern – in etwa einer Woche könnten diese vorliegen. In der Rhön an der Grenze zwischen Hessen und Bayern leben nach bisherigem Wissen mehrere Wölfe, Wolfsrisse im Landkreis Rhön-Grabfeld sind bereits dokumentiert.

Bei einer ebenfalls Mitte November im selben Landkreis gefundenen toten Ziege gehen die Fachleute aber nicht davon aus, dass ein großer Beutegreifer wie Luchs oder Wolf im Spiel war. Dennoch werde es auch hier eine DNA-Analyse geben.

Grundsätzlich können auch Hunde Nutztiere angreifen. Der Bayerische Bauernverband bittet schon seit Jahren Hundebesitzer, bei Spaziergängen mit Hunden in Wald und Flur die Leine zu benutzen.