Verunsicherung bei Jugendbetreuern: DLRG gibt Tipps nach Urteil im Vanessa-Prozess

Der Schuldspruch für eine Betreuerin im Vanessa-Prozess wirkt nach bei den Jugendverbänden und Vereinen. Die DLRG hat sich bei der Landesversammlung ihres Jugendverbandes am Wochenende in Wirsberg laut Bayerische Rundschau mit dem Badeunfall befasst, weil Sportvereine und Jugendbetreuer sich nach dem Kulmbacher Gerichtsurteil fragen, ob sie noch mit Kindern und Jugendlichen an den Badesee oder ins Schwimmbad fahren.

Die DLRG sagt, ja, unter ein paar Voraussetzungen: die Jugendleiter muss mindestens das Rettungsschwimmabzeichen haben und die Prüfung darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen. Die Kinder müssen mindestens das Schwimmabzeichen in Bronze haben, das Seepferdchen reicht nicht. Der Jugendleiter muss alle Mitglieder seiner Gruppe im Wasser ständig im Auge haben, muss also am Beckenrand bleiben.
Der Bayerische Jugendring seinerseits hatte in einem Schreiben deutlich gemacht, dass Schwimmbadbesuche ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit sind und ebenfalls Verhaltensrichtlinien für Betreuer herausgegeben.
Der Kulmbacher Kreisjugendring will nach den Pfingstferien eine große Informationsveranstaltung zu dem Thema ansetzen.