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Viel weniger Funklöcher an bayerischen Autobahnen

München (dpa/lby) – Der Mobilfunkempfang an bayerischen Autobahnen hat sich 2020 deutlich verbessert. Einer aktuellen Nachmessung auf den bisher kritischsten knapp 1000 Autobahnkilometern zufolge gibt es dort noch auf 179 Kilometern Funklöcher, wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Montag mitteilte. Dabei wurden die Lücken in den Netzen der drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefonica zusammengezählt. Vor einem Jahr waren sie noch fast vier Mal so groß.

Am besten schneidet laut Aiwanger die Telekom ab. Ihr fehlten auf der überprüften Strecke noch 25 Kilometer – 14 weniger als vor einem Jahr. Bei Vodafone ergaben sich 70 Kilometer Lücken – ein Rückgang um 42 Kilometer. Die drastischste Verbesserung erreichte Telefonica: Dort schrumpften die Lücken um 408 Kilometer auf 84. Die Abdeckungsquoten auf den nachgemessenen Strecken liegen damit zwischen 97,5 und 91,4 Prozent.

«Da wir bei dieser Nachmessung nur die besonders lückenhaften Autobahnabschnitte überprüft haben, kann man davon ausgehen, dass an den anderen Strecken die Versorgung noch besser ist», sagte Aiwanger. Damit sei jedoch immer noch nicht die vollständige Abdeckung erreicht, wie sie vertraglich vereinbart sei, sagte Aiwanger. Er zeigte aber auch Verständnis dafür, dass es schwierig sei, 100 Prozent zu erreichen. Es liege nicht immer in der Hand der Unternehmen, eine Lücke zu schließen. «Oft gibt es Probleme, einen passenden Standort zu finden oder Genehmigungsverfahren ziehen sich in die Länge.»