Vollzeit und trotzdem Niedriglohn: IG BAU kritisiert Lohn-Drückerei in der Region

40 Stunden Arbeit pro Woche und trotzdem bleibt es klamm im Geldbeutel. Rund 20 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten im Landkreis Kulmbach bekommen nur den Niedriglohn. Darauf weist die IG BAU hin. Konkret sind das im Kulmbacher Land rund 3.500 Personen, deren Einkommen unter der amtlichen Niedriglohnschwelle von derzeit 2.350 Euro brutto im Monat liegt. In den Landkreisen Kronach und Lichtenfels sind es rund 4.700 beziehungsweise 5.200 Arbeitnehmer. Unter anderem zählen die Landwirtschaft, die Gebäudereinigung und die Floristik zu den Branchen in denen besonders wenig gezahlt wird. Grund dafür sei laut der Gewerkschaft auch die schwindende Tarifbindung. Je mehr Firmen aus Tarifverträgen aussteigen, desto schlechtere Karten hätten die Beschäftigten, kritisiert die Gewerkschaft. Aber auch die Politik müsse mehr für die Tarifbindung tun, heißt es. Ein gutes Beispiel ist das Maler- und Lackiererhandwerk. Dort haben Gesellen Anspruch auf einen tariflichen Mindestlohn von 13 Euro 50 pro Stunde.