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Wanderer in Wild-Schongebiete gelockt: «Nicht lustig»

Miesbach (dpa/lby) – Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) hat sich verärgert über die Manipulationen an Warnschildern für Wildtier-Schutzzonen geäußert. «Da kann man nur den Kopf schütteln. Das ist nicht lustig, das ist kein Streich. Es geht nicht um den bloßen Sachschaden», kommentierte die Ministerin.

Im Landkreis Miesbach hatten Unbekannte Schilder für Wildtier-Schutzzonen gestohlen und beschädigt – oder so verdreht, dass Wanderer just in die Schongebiete geleitet wurden. Am Breitenstein bei Fischbachau führte laut dem zuständigen Gebietsbetreuer schließlich eine ausgetretene Spur direkt in ein Schongebiet.

Wanderer und Wintersportler, die so ungewollt auf einen falschen Pfad gelockt worden sind, schreckten Wildtiere auf, warnte die Ministerin. «Für die Tiere kann das fatale Folgen haben: Sie haben im Winter ihren Stoffwechsel umgestellt und sind deshalb existenziell auf Ruhe angewiesen.» Die Attacken seien auch ein Schlag gegen die Initiativen zum naturverträglichen Sport vor Ort.

An Wintersportler appellierte Kaniber: «Bleibt auf den markierten Wegen, Routen und Pisten. Vermeidet in der Natur unnötigen Lärm und Lichtquellen, wie zum Beispiel Stirnlampen.» Und: «Nehmt Rücksicht auf unsere Natur, damit sie uns so wundervoll erhalten bleibt wie sie ist.»

Besonders geht es um das vom Aussterben bedrohte Birkhuhn. Werden die Tiere im Winter aufgeschreckt, kostet sie das sehr viel Energie, die sie nicht ersetzen können. Das kann zum Tod führen. Seit Dezember waren in der Gegend um Spitzingsee und Wendelstein 14 Schilder entwendet oder manipuliert worden. Darüber hatten mehrere Medien berichtet.

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