Warnstreiks angedroht: IG-Metall verschärft den Ton in der aktuellen Tarifrunde

Die einen arbeiten im Homeoffice, in der Produktion laufen teils Überstunden. In den aktuellen Tarifverhandlungen in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie drohen nach der Friedenspflicht Anfang März auch im Kulmbacher Land Streiks. Das macht die IG Metall heute deutlich. Die Gewerkschaft fordert vier Prozent mehr Lohn für die nächsten 12 Monate, die vorübergehende Absenkung der Arbeitszeit und die unbefristete Übernahme aller Azubis, auch derjenigen im dualen Ausbildungssystem.

Gewerkschaftsfunktionär Volker Seidl gibt zu, die Corona-Pandemie mache die aktuelle Tarifrunde schwierig, die Gewerkschaft erwarte sich aber Vorschläge, wie der Wandel in der Industrie auch von der Gewerkschaft mitgetragen werden könne. Michael Müller, Betriebsratsvorsitzender bei Glen Dimplex in Kulmbach, betont die Bedeutung eines Flächentarifvertrags für die Beschäftigten und die Forderung nach Sicherheit und einer  Zukunftsperspektive.

(Bild: Michael Müller, Betriebsratsvorsitzender Glen Dimplex, Kulmbach)