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Wegen geprellter Löhne: Zoll leitet über 120 Verfahren gegen Firmen ein

Das Schweinfurter Hauptzollamt, das auch für die Landkreise Kulmbach, Kronach und Lichtenfels zuständig ist, hat im vergangenen Jahr über 120 Verfahren gegen Unternehmen eingeleitet, die Mindestlöhne unterschritten, zu spät oder gar nicht gezahlt haben. Das meldet die IG BAU. Die Gewerkschaft beruft sich auf eine Erhebung des Bundesfinanzministeriums. Demnach hätten die Zollbeamten Bußgelder in Höhe von über einer halben Million Euro verhängt. Diese Zahlen zeigen, dass es viele Arbeitnehmer mit der Bezahlung ihrer Beschäftigten nicht so genau nehmen, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU, Uwe Behrendt. Der Zoll müsse daher noch mehr Präsenz zeigen. Entscheidend sei aber, dass die Behörde dafür auch zusätzliches Personal bekomme.