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Weitere Verdachtsfälle auf Mutation im Bayreuther Klinikum

Bayreuth (dpa/lby) – Im Bayreuther Klinikum gibt es weitere Verdachtsfälle auf die hochansteckende Corona-Mutation aus Großbritannien. Wie das Krankenhaus am Mittwoch berichtete, seien bei einer Reihentestung von knapp 3000 Klinikmitarbeitern 21 neue Infektionen festgestellt worden. «Bei zwölf dieser Personen besteht der Verdacht, dass sie sich mit der sogenannten englischen Mutation des Virus infiziert haben», berichtete das Klinikum.

Die Gesamtzahl der Verdachtsfälle auf die B.1.1.7-Mutation habe sich damit auf 23 erhöht. Die Verdachtsfälle müssen allerdings noch endgültig bestätigt werden, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Das Klinikum habe wegen des Ausbruchs oberste Priorität bei der Zuteilung der Corona-Impfdosen, teilte das Landratsamt Bayreuth am Abend mit. «Wir haben nach Bekanntwerden der britischen Mutation harte Maßnahmen ergriffen, welche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stark einschränken. Da ist es das Gebot der Stunde, mit den Impfungen zumindest etwas Hoffnung und Sicherheit zurückzugeben», sagte Landrat Florian Wiedemann. Es habe schon 750 Erstimpfungen gegeben, am Donnerstag würden bereits Zweitimpfungen starten. Im Landkreis gebe es ab sofort bis auf Weiteres aber darüber hinaus nur noch Erstimpfungen in stationären Alten- und Pflegeheimen.

Das Virus war in dem Klinikum auf mehreren Stationen festgestellt worden. Die Häuser des Klinikums wurden vorerst geschlossen. Die mehr als 3000 Mitarbeiter befinden sich außerhalb ihrer Arbeitszeiten in Quarantäne.

Die Mutation B.1.1.7 sei im Krankheitsverlauf nicht gefährlicher, wohl aber deutlich ansteckender, teilte das Klinikum mit. Je nach Studie soll die Ansteckungsgefahr um 50 bis 70 Prozent höher liegen

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