Besucher gehen durch den Haupteingang des Oktoberfestes., © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Weniger Patienten auf nasser Wiesn

Weiter nasskaltes Wetter hat auch am Montag das Interesse am Oktoberfest gedämpft. Auf den Straßen des Festgeländes herrschte wenig Betrieb – die meisten zog es ins Bierzelt. Die Wiesn-Sanitätsstation musste bisher weniger Patienten versorgen als bei der letzten Wiesn 2019 – vor der Corona-Pandemie.

Vor allem am Sonntag sei es wetterbedingt ruhig gewesen, teilte die Aicher Ambulanz am Montag mit. Die Patienten waren demnach in der Mehrzahl zwischen 16 und 25 Jahre alt. Blasenpflaster seien besonders gefragt gewesen. Ein Grund war wohl der kilometerlange Trachten- und Schützenzug durch die Stadt.

Zudem mussten die Helfer am Sonntag eine Patientin mit zu viel Alkohol in die Station tragen – laufen konnte die eine junge US-Amerikanerin nicht mehr. Am Samstag war das erste Alkoholopfer ebenfalls eine junge Frau gewesen. Knapp 620 Patienten versorgten die Teams am Samstag und Sonntag – 2019 waren es allein am Samstag fast 560 gewesen.

An die 30 Mal sei bereits der mobile Computertomograph (CT) im Einsatz gewesen, der – den Ärzten zufolge eine Weltpremiere – erstmals auf einem Volksfest steht. CTs wurden vor allem bei Kopfverletzungen gemacht, um eine lebensbedrohliche Hirnblutung auszuschließen und den Verletzten eine Einweisung ins Krankenhaus zu ersparen. Nur fünf Prozent der Patienten der Sanitätsstation mussten in Kliniken.