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Weniger zulassungsbeschränkte Studiengänge in Bayern

Gütersloh (dpa) – Wer im kommenden Wintersemester ein Studium an bayerischen Universitäten oder Fachhochschulen antritt, kann sich über eine leicht rückläufige Zahl von Studiengängen mit Zulassungsbeschränkungen freuen. Der sogenannte Numerus Clausus (NC) gilt nach einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) dann für 33,9 Prozent der Studiengänge im Freistaat. Im Vorjahr waren es noch 34,2 Prozent gewesen.

In Bayern sind somit weniger Studiengänge zulassungsbeschränkt als im bundesweiten Schnitt. Auch deutschlandweit sank der Anteil im Vergleich zum Vorjahr aber leicht von 40,6 auf 40,1 Prozent. Die Länder mit dem höchsten Anteil sind Hamburg (65,2 Prozent), Berlin (65,1) und das Saarland (63,3), die wenigsten zulassungsbeschränkten Studiengänge gibt es prozentual in Rheinland-Pfalz (23,9), Thüringen (21,9) und Mecklenburg-Vorpommern (19,8).

Innerhalb Bayerns gibt es starke Schwankungen zwischen den Hochschulstädten. In München (52 Prozent) und Augsburg (46 Prozent) haben etwa die Hälfte der Studiengänge einen «NC». In Regensburg (38 Prozent), Würzburg (32), Nürnberg (27) und Erlangen (6) sind es weniger. «Oft gibt es gleichwertige Studienangebote ohne Numerus Clausus sogar an benachbarten Hochschulen», sagt Studienautor Cort-Denis Hachmeister.

Der Rückgang des NC-Anteils in Bayern lässt sich laut dem zur Bertelsmann Stiftung zählenden CHE vor allem auf einen Rückgang bei den Universitäten und im Bachelor zurückführen. Beim Master gibt es sogar mehr Studiengänge mit NC. Auch bei den Fächern gibt es Unterschiede: Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften sind zu 42,7 Prozent zulassungsbeschränkt, Sprach- und Kulturwissenschaften nur zu 18,3 Prozent.

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