Wie soll der gläserne Schlachthof werden?: Jetzt gibt es genauere Pläne

Im Bundeslandwirtschaftsministerium ist die Idee vom gläsernen Schlachthof in Kulmbach jetzt Thema, vorgestellt diese Woche. Als nächstes soll das Zukunftsprojekt mit enormer Strahlkraft im Bayerischen Landwirtschaftsministerium vorgestellt werden.

Was Stadt und Landkreis da zusammen mit dem Max-Rubner-Institut vorhaben, soll eine Bio-Regio-Fleischmanufaktur werden: Nicht nur die weltweit neue tierfreundlichere Betäubung von Schlachtschweinen mit Helium statt CO2, sondern tatsächlich ein neuer transparenter Schlachthof, in dem sich jeder selbst einen Eindruck von den Abläufen machen kann.

Von Besuchern und Gästen spricht Oberbürgermeister Lehmann und von der Bedeutung, die diese Bio-Regio Fleischmanufaktur für den Lebensmittelstandort Kulmbach haben kann. Wegen der Nähe zum Max-Rubner Institut, wegen des Uni-Campus mit seinen Lebensmittel-Studiengängen, in die man den Schlachthof hervorragend einbinden könne und auch wegen der weiteren Pläne. Ein größeres Angebot, ein Hofladen und sogar eine mobile Schlachteinheit, zum Schlachten auf der Weide um den Stress bei den Tieren so gering wie möglich zu halten. Hinzu kommen sollen neue Möglichkeiten der Verarbeitung und ein Bio-Regio-Angebot für Großküchen, Kantinen und Gastronomie.

Klingt nach viel, kostet auch bisschen was und entsprechend zielt man in Kulmbach auf ein neues Förderprogramm, das vom Bund und den einzelnen Ländern finanziert wird und das bisher in Bayern noch nicht angewendet wird. Entsprechend soll ein Schreiben ans Bayerische Landwirtschaftsministerium noch diese Woche raus, kündigt Lehmann an.

(Symbolbild)