Ein Verkehrsschild mit der Aufschrift «Kufstein Staugefahr LKW-Blockabfertigung» steht auf der A8., © Peter Kneffel/dpa/Archivbild

Wieder Blockabfertigung: Bayern hält an Straßensperren fest

Für Tage mit Blockabfertigung in Tirol hält Bayern auch im Jahr 2023 an Lkw-Straßensperren fest. «Die Sperren auf den Straßen jenseits der Autobahn für den Transit-Schwerlastverkehr und die Kontrolle durch die Polizei haben sich bewährt», sagte Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) der Deutschen Presse-Agentur. «Wir halten deswegen an den Tagen mit Blockabfertigung daran fest, um die Menschen im Inntal vom Lkw-Ausweichverkehr zu entlasten.»

Am Montag beschränkt Tirol zum ersten Mal in diesem Jahr die Einreise von Lastwagen aus Deutschland auf der Inntalautobahn. Maximal 300 Lkw dürfen dann den Checkpoint an der deutsch-österreichischen Grenze passieren – was auf deutscher Seite regelmäßig zu kilometerlangen Staus führt. Die bayerischen Sperren abseits der Autobahnen sollen verhindern, dass Lastwagenfahrer versuchen, den Stau über Landstraßen und Ortschaften zu umfahren. Für das erste Halbjahr 2023 sieht Tirol 24 Tage mit Blockabfertigung vor.

Der bayerischen Staatsregierung sind die Blockabfertigungen des Nachbarlandes seit Längerem ein Dorn im Auge. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) drängte bereits im Sommer vergangenen Jahres auf eine Entscheidung auf EU-Ebene und ging davon aus, dass das Vorgehen «eigentlich EU-rechtswidrig» sei.

Aus dem bayerischen Verkehrsministerium hieß es, dass man mit Tirol im Austausch stehe. «Wir sind in Austausch mit Tirol, in Kürze steht ein erstes Treffen mit dem Landesrat für Verkehr an», sagte ein Sprecher. «Wir hoffen auf einen Neuanfang in den Gesprächen, denn die Blockabfertigung und die anderen Beschränkungen dauern an.» Zudem werde an mehreren konkreten Projekten zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene gearbeitet, was zu einer Verbesserung der Situation führen könnte.