Eine Frau hält einen Organspendeausweis in ihren Händen., © Hendrik Schmidt/dpa/Illustration

Wieder mehr Organspender in Bayern

Anders als im Bundestrend ist in Bayern die Zahl der Organspender im vergangenen Jahr gestiegen. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Montag in Frankfurt am Main mitteilte, spendeten im Freistaat 128 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe, 2021 waren es nur 110. Damit liegt die Entwicklung in Bayern fast wieder auf dem Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie. 2019 gab es 136 Spender. Gestiegen ist auch die Menge der gespendeten Organe – von 356 im Jahr 2021 auf 425 im vergangenen Jahr.

Bundesweit sind die Zahlen dagegen rückläufig. Im vergangenen Jahr zählte die DSO in ganz Deutschland 869 Organspender, 64 weniger als 2021. Die Zahl der entnommenen Organe sank von 2905 auf 2662. Umgerechnet gab es somit gerade mal etwas mehr als zehn Spender (10,3) pro eine Million Einwohner. Gleichzeitig stehen rund 8500 Menschen auf Wartelisten für ein Organ.

Bezogen auf die Zahl der Spender liegt Bayern allerdings unter dem Bundesdurchschnitt. Pro eine Million Einwohner registrierte die DSO nur 9,6 Spender, das ist weniger als der Bundesdurchschnitt von 10,3. Schlechter sieht es etwa in Niedersachsen (7,9), Hessen (8,0) oder Nordrhein-Westfalen (9,3) aus. Baden-Württemberg kommt dagegen auf 11,7 Spender pro einer Million Einwohner, im Saarland sind es sogar 20,2.