Wiesnzelt: Schausteller-Pfarrer tauft Nachwuchs

Auf dem Münchner Oktoberfest sind am Donnerstag bei einem Gottesdienst in einem Wiesnzelt vier Kinder getauft worden. Die ältere Schwester eines getauften Mädchens empfing zum ersten Mal die Kommunion.

Schausteller, Marktkaufleute, Wiesnwirte, Oktoberfest-Mitarbeiter sowie Freundinnen und Freunde und Gäste verfolgten die Feier im Marstallzelt neben dem Haupteingang des Volksfestes. Während des Gottesdienstes saßen sie allerdings auf dem Trockenen: Der Bierausschank begann am Tag des Gottesdienstes erst später.

Pfarrer Sascha Ellinghaus von der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz sagte, das Oktoberfest sei in seiner Geschichte zwei Dutzend Mal ausgefallen – 2019 habe sich niemand träumen lassen, dass das so bald wieder geschehen könne. Umso erfreulicher sei es, dass nun das Volksfest und der traditionelle Gottesdienst wieder stattfinden könnten. Als Vertreter der Circus- und Schaustellerseelsorge der Evangelischen Kirche in Deutschland sprach der Pfarrer Torsten Heinrich am Ende der Heiligen Messe ein Grußwort.

Der Oktoberfest-Gottesdienst entstand in den 1950er Jahren. Die Schausteller sollten nicht ohne geistlichen Beistand bleiben. Eingeladen sind neben den Wiesn-Beschäftigten auch die Münchnerinnen und Münchner.