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Winterdienst in Bayern sieht sich gut gerüstet

Gersthofen (dpa/lby) – Damit Bayern sicher durch den Winter kommt, lagert die Staatsbauverwaltung in München heuer rund 620 000 Tonnen Streugut ein. Dieses Gewicht ist vergleichbar mit dem von etwa 4400 Blauwalen. Verstärkt soll in diesem Jahr eine Technik eingesetzt werden, bei der statt Salzkörnern reine Sole auf die Straßen ausgebracht wird.

Dies soll die Sicherheit erhöhen, da die Salzlösung nicht vom Wind weggeweht werden kann – wie das übliche Streusalz. «Dadurch benötigen wir deutlich weniger Salz, was Kosten spart und die Umwelt schont», sagte Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) am Mittwoch in Gersthofen. Die flüssige Sole könne außerdem vorbeugend auf die Straßen gestreut werden, sobald der Wetterdienst Glätte voraussagt.

In Bayern sind derzeit 3000 Männer und Frauen für 29 Autobahn- und 64 Straßenmeistereien verantwortlich. 23 000 Kilometer Straße gilt es winterfest zu machen – eine Strecke so lang wie 29 Mal von München nach Hamburg. Im vergangenen Jahr gab der Freistaat rund 28 Millionen Euro für Streusalz aus.