Wohnen neben einem Ziegenbock?: Pechgrabener Nachbarschaftsstreit Thema im Gemeinderat

Der Streit um den inzwischen berühmten Ziegenbock in Pechgraben bei Neudrossenfeld geht weiter. Während das Landratsamt noch entscheiden muss, sowohl zu der geplanten Tierhaltung als auch zu einem Hofladen, soll im Gemeinderat heute Abend eine Grundsatzentscheidung fallen, jedenfalls wenn es nach der FuG geht,  der Fraktion von ‚Für unsere Gemeinde‘.

Die FuG-Fraktion will mit einem Antrag Rechtssicherheit in der Gemeinde schaffen, sagt Vorsitzender Björn Sommerer in der Bayerischen Rundschau. Ihm geht es um den Dorfcharakter von Pechgraben, den er genau definiert haben will. Dieser Dorfcharakter werden mit dem Streit um den Ziegenbock infrage gestellt, deshalb sieht die FuG in Neudrossenfeld die Gemeinde in der Pflicht.

Pechgraben solle seinen ländlichen und damit auch landwirtschaftlichen Charakter behalten, die Gemeinde dürfte die Entscheidung über den Ziegenbock, dessen starker Geruch die Nachbarn stört, nicht allein dem Landratsamt zuschieben. Pechgraben, so Sommerer, solle ein Gemisch bleiben aus Wohngebiet, Autowerkstatt, landwirtschaftlicher Nutzung oder auch Maschinenbauer. Deshalb solle die Gemeinde den Bebauungsplan entsprechend aktualisieren.