Wolf oder nicht Wolf bei Weismain: Jäger fordern, über Wolfssichtungen müssen alle Fakten auf den Tisch

Der Stadtsteinacher Jäger Otto Kreil hat’s im Gespräch mit Radio Plassenburg vorher gesagt, jetzt sehen auch andere Jäger im Kulmbacher Land Probleme mit den zunehmenden Wolfspopulationen auch bei uns. Der Grund: Der Wolf unterliegt nicht dem Jagdrecht, sondern dem Naturschutz. Wenn aber die Anzahl der Wölfe zunimmt, gibt’s immer mehr Probleme, und dann tut man sich hart mit Regelungen.

Die politischen Dimensionen beim Thema Wolf machen heute in der Bayerischen Rundschau Jäger aus den Revieren an der Landkreisgrenze zwischen Kulmbach, Lichtenfels und Bamberg deutlich. Dass der Fund eines gerissenen Rehs bei Weismain von Jäger Gisbert Sattler vom Landesamt für Umwelt nicht als Wolfsspuren bestätigt worden ist, hält zum Beispiel der Lichtenfelser Kreisvorsitzende der Jäger Michael Ament für politisch motiviert und dem großen Einfluss des Naturschutzes geschuldet. Er fordert, angesichts der zunehmenden Probleme, müssten alle Fakten auf den Tisch. Das Landesamt hatte die Proben Sattlers nicht untersucht, weil die Bissspuren und damit auch die genetischen Spuren durch Füchse verwischt worden seien, heißt es vom Amt.