Wolfssichtung bei Modschiedel?: Kulmbacher Jäger ist sich sicher

Jäger Gisbert Sattler ist sich sicher, im Wald bei Modschiedel hat ein Wolf um die Weihnachtsfeiertage ein Reh gerissen. Offiziell bestätigt sind seine Angaben nicht, bei inFranken.de bekräftigt der Kulmbacher Jäger aber, für ihn besteht kein Zweifel. An dem Rehkadaver habe er 15 Zentimeter tiefe Einbisse gefunden und auch die Menge, die das Tier gefressen habe sei für einen Hund zum Beispiel zu viel.
Wer einen Wolf sichtet, kann Spuren oder auch DNA-Proben beim Landesamt für Umwelt einreichen, dort werden sie dann analysiert. Das Problem bei Gisbert Sattlers Fund: die DNA-Proben sollen zu spät genommen worden sein, die Analyse hat kein Ergebnis gebracht.
Dass auch in Oberfranken Wölfe unterwegs sind, ist seit ca. einem Jahr bestätigt. Bei Waischenfeld im südlichen Landkreis Bayreuth sind vergangenes Jahr im März mehrere gesichtet worden. Im Veldensteiner Forst soll sich sogar ein Rudel angesiedelt haben; zuletzt war von einem durchziehenden Wolf in der Nähe von Ludwigstadt im Landkreis Kronach die Rede.
In Bayern gibt es einen eigenen Managementplan in Sachen Wölfe, ein Wolf-Netzwerk mit etliche Behörden und Organisationen und eine Wolf-Hotline, bei der man Sichtungen der Tiere melden kann.