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Zahl der Todesfälle 2020 auch wegen Corona gestiegen

Wiesbaden (dpa) – Die Zahl der Todesfälle in Deutschland ist im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent gestiegen. Das geht aus der endgültigen Auswertung der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor.

Wie die Behörde mitteilte, starben im vergangenen Jahr insgesamt 985.572 Menschen, davon 492.797 Männer und 492.775 Frauen. Den Anstieg führt Destatis auch auf die Corona-Pandemie zurück.

Vier von hundert Todesfällen gingen demnach im vergangenen Jahr direkt auf das Coronavirus zurück. 39.758 Menschen sind den Angaben zufolge 2020, im ersten Jahr der Pandemie, an Covid-19 als sogenanntes Grundleiden gestorben – die vom Virus SARS-CoV-2 verursachte Krankheit war in diesen Fällen die ausschlaggebende Todesursache. Die vorläufigen Zahlen von Anfang Juli lagen um etwa 9000 Fälle niedriger. Fälle, in denen das Coronavirus als Begleiterkrankung nicht ursächlich für den Tod war, sind in der aktuellen Statistik nicht enthalten. Diese Zahlen sollen laut Destatis voraussichtlich im Dezember veröffentlicht werden.

Wie bereits in den Vorjahren waren laut Destatis Krankheiten des Herz-/Kreislaufsystems die mit Abstand häufigste Todesursache. Mit 338.001 Verstorbenen waren sie für ein Drittel (34 Prozent) aller Sterbefälle ursächlich. Vor allem bei älteren Menschen führten diese Erkrankungen zum Tod: 93 Prozent der Betroffenen waren 65 Jahre und älter.

Zweithäufigste Todesursache waren den Angaben zufolge Krebserkrankungen, die für fast ein Viertel (23,5 Prozent) verantwortlich waren. 41.794 aller Todesfälle (4,2 Prozent) waren auf eine nicht natürliche Todesursache wie zum Beispiel eine Verletzung oder Vergiftung zurückzuführen. In 17.211 Fällen war ein Sturz die Ursache für den Tod. Die Zahl der Suizide lag im Jahr 2020 bei 9206 und damit leicht über dem Wert von 2019 mit 9041 Fällen. Drei Viertel der Betroffenen waren Männer, ein Viertel Frauen.

Die amtliche Todesursachenstatistik basiert laut Destatis auf den in den Todesbescheinigungen dokumentierten Grundleiden und Begleiterkrankungen der verstorbenen Personen.

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