Zehn Jahre nach Thermen-Brand: Neustart in Fichtelberg

Vor zehn Jahren zerstörte ein Feuer das Thermalbad in Fichtelberg im Landkreis Bayreuth. Es folgten: jahrelange Streitigkeiten, aber keine Perspektive für das Gelände im Ort. Nun soll es aber wieder vorangehen. Der Bayreuther Unternehmer Bernd Deyerling hat das Grundstück übernommen. «Die Planungsphase beginnt jetzt», sagte er. Deyerling will ein Hotel errichten. Welche zusätzlichen touristischen Elemente noch gestaltet werden könnten, sei noch offen. Er rechne mit mehreren Bauabschnitten.

Fest stehe jedoch schon, dass ein Sauna- und Wellnessbereich geschaffen werden soll, der auch der Öffentlichkeit und nicht nur den Hotelgästen zur Verfügung stehen soll, ergänzte Deyerling. Er hat das Grundstück von der Kristallbäder AG aus Stein bei Nürnberg gekauft, über Details wurde Stillschweigen vereinbart.

Am 5. Mai 2012 war das Thermalbad bei laufendem Betrieb in Flammen aufgegangen, es entstand ein Millionenschaden. Über einen möglichen Wiederaufbau kam es zu zähen Rechtsstreitigkeiten zwischen der Gemeinde Fichtelberg und dem Bäderbetreiber.

Nun kümmern sich neue Akteure um die ehemalige Brandruine. Die Verantwortlichen im Fichtelgebirge begrüßen Deyerlings Pläne. «Für den Tourismus bedeutet dies eine enorme, regionale Aufwertung», sagte Andreas Munder, Geschäftsführer der Tourismus & Marketing GmbH Ochsenkopf. Die Gemeinden rund um den Ochsenkopf und somit auch Fichtelberg befänden sich nach den Pandemie-Einschränkungen auf einen guten Weg. Die Gemeinde Fichtelberg habe im Vorjahr 73.573 Gästeübernachtungen gezählt – das sei der beste Wert seit dem Brand der Therme.