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Bootsbauer Bavaria sucht Investor

Giebelstadt (dpa/lby) – Der insolvente bayerische Bootsbauer Bavaria ist auf der Suche nach einem Investor. «Wir führen den Betrieb fort und wollen mit einem neuen Investor in die kommende Bestellsaison gehen», erklärte der Sanierungsexperte Tobias Brinkmann, der im Rahmen der Insolvenz in Eigenverwaltung in die Geschäftsführung der Bavaria Yachtbau GmbH berufen worden war, am Dienstag in Giebelstadt. Es gebe bereits erste Interessensbekundungen. Ziel sei, im Juli einen Investor präsentieren zu können.

Das Unternehmen hatte im April wegen Zahlungsschwierigkeiten Insolvenzantrag gestellt. Inzwischen habe man die Produktion stabilisiert, die Auslieferungen erfolgten wieder kontinuierlich. Alle 600 Mitarbeiter seien im Einsatz, und alle wesentlichen Lieferanten hätten die weitere Belieferung zugesagt.

Bavaria gehört zu den größten Werften in Deutschland und zählt eigenen Angaben zufolge zu den Marktführern beim Yachtbau in Europa. Zum Angebot gehören dem Unternehmen zufolge Segelyachten, Motoryachten und Katamarane. Das Unternehmen, das den US-Finanzinvestoren Anchorage Capital Partners und Oaktree Capital gehört, steckte bereits seit längerem in finanziellen Schwierigkeiten. So wurde im Geschäftsbericht 2015/16 ein negatives Eigenkapital von 200 Millionen Euro ausgewiesen.