Per Klick zum Lebensretter: Online-Register macht Organspenden einfacher

14. September 2024 , 14:59 Uhr

Gut 8.500 Menschen warten in Deutschland derzeit auf ein Spendeorgan. Lediglich ein-tausend haben sich im vergangenen Jahr aber für eine Organspende entschieden. Diese Diskrepanz führt dazu, dass pro Tag im Schnitt drei Patienten sterben, obwohl sie auf der Warteliste stehen.

Um sich künftig einfacher für eine Organspende bereit zu erklären, gibt es seit einem halben Jahr das digitale „Organspende-Register“. Mit wenigen Klicks kann man dort zum Lebensretter werden. Und erleichtert damit die Arbeit in der Praxis ungemein, sagt die geschäftsführende Ärztin der Stiftung für Organtransplantation in Bayern, Dr.Jutta Weiß, im Radio Plassenburg Gespräch.

Auch der normale Organspendeausweis ist schon eine super Sache. Aber in der Praxis haben wir oft die Situation, dass man zwar weiß, dass es einen Ausweis gibt, aber man findet ihn nicht – wenn der Verstorbene ihn nicht gerade im Geldbeutel hatte. Der große Vorteil des Registers ist eben, dass der Eintrag jederzeit abgerufen werden kann.

Und auch jederzeit von einem selbst wieder gelöscht oder geändert.

Dennoch ist auch in Kulmbach das Thema „Organspende“ umstritten, wie eine Radio Plassenburg Umfrage ergeben hat.

Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht – ich habe einen Organspendeausweis, weil man auch selbst jederzeit in eine Notsituation kommen könnte – ich bin der Meinung, dass mein Organ in einem anderen Körper nichts verloren hat – mein Mann hatte eine Herztransplantation und wir waren sehr dankbar, dass er ein Spenderorgan bekommen hat.

Der Eintrag in das Spenderegister ist freiwillig und kostenlos und seit ein paar Wochen auch über zahlreiche Krankenkassen-Apps möglich. 

+++ INFO +++

Das Organspenderegister findet ihr hier: www.bfarm.de/DE/organspende-register.html

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