Trend im Internet?

14-Jähriger wirft Turnbeutel in Klasse und ruft Bedrohliches

15. Oktober 2026 , 14:35 Uhr

Ein Turnbeutel fliegt ins Klassenzimmer, dazu fallen bedrohlich wirkende Worte: In Kempten stellt sich ein 14-Jähriger der Polizei. Was steckt hinter der Aktion?

Ein vermeintlicher Trend aus sozialen Medien soll hinter einem Turnbeutelwurf in ein Klassenzimmer in Kempten stecken. Das hat ein 14-Jähriger bei der Polizei angegeben, nachdem er sich am Mittwochabend selbst gestellt hatte. Er hatte den Beamten zufolge zuvor an einem Gymnasium den Beutel in ein besetztes Klassenzimmer geworfen und dabei bedrohlich wirkende Worte gerufen. Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bestand laut Polizei zu keinem Zeitpunkt Gefahr. Die Ermittlungen gegen den Jugendlichen laufen.

Bei der Aktion handelt es sich nach Angaben eines Polizeisprechers wohl um den sogenannten «Throwing Bag»-Trend (zu Deutsch etwa Taschenwurf). Dabei werfen meist Jugendliche eine Tasche oder einen Rucksack in einen Raum oder auf einen Platz, rufen laut und filmen die Reaktionen der Anwesenden. Entsprechende Videos kursieren in sozialen Medien. Die Polizei betonte, solche Aktionen seien kein harmloser Spaß, sondern könnten Betroffene stark belasten und Angst auslösen.

Quelle: dpa

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