Millionenschaden in der Region

200.000 Euro verloren – Polizei warnt vor Krypto-Betrug

06. Oktober 2026 , 12:29 Uhr

Mit gefälschten Angeboten und KI-Versprechen locken Betrüger Menschen in die Falle - mehrere Millionen Euro Schaden gab es allein 2026 in Oberfranken. Worauf man laut Polizei achten soll.

Unbekannte Täter haben einen Mann mit vermeintlichen Investitionsmöglichkeiten mit Kryptowährungen um rund 200.000 Euro gebracht. Wie die Polizei mitteilte, gibt es zahlreiche Betrugsfälle in der Region – insgesamt geht es um mehrere Millionen Euro allein in diesem Jahr.

Der Mann wurde laut Polizei über Internetwerbung auf die scheinbar lukrative Investitionsmöglichkeit aufmerksam. Bekannte Persönlichkeiten hätten dort den Eindruck vermittelt, dass mit geringem Startbetrag in kurzer Zeit viel Geld zu machen sei. Der Mann hinterließ demnach seine Kontaktdaten. Daraufhin sei er aufgefordert worden, 250 Euro zu überweisen und eine App zu installieren. 

Auf der App konnte der Mann laut Polizei seine stetig steigenden Gewinne beobachten – nur dass alles falsch war. Die vermeintlichen Gewinne hätten die Täter genutzt, damit der Mann immer größere Geldbeträge investierte. Wie die Polizei mitteilte, sollte er für die Auszahlung erneut Geld investieren. Die Auszahlung sei ausgeblieben und insgesamt ein Schaden von rund 160.000 Euro entstanden. 

Der Mann wandte sich danach an die Polizei, die ihn nach eigenen Angaben ausdrücklich vor weiteren Kontaktversuchen der Betrüger unter neuen Namen warnte. Tatsächlich sei so ein Anruf gefolgt – und für die vermeintliche Rückholung des Geldes habe der Mann erneut 40.000 Euro überwiesen. Insgesamt verlor er laut Polizei rund 200.000 Euro. 

Die Polizei meldet weitere Fälle, bei denen Menschen unterschiedlichen Alters in Lichtenfels, Bamberg und Hof mit ähnlichen Investitionsangeboten gelockt und Opfer eines Betrugs wurden. In zwei der drei Fälle sei mit Künstlicher Intelligenz zum Geldverdienen geworben worden. Die Polizei warnt vor solchen Betrugsmaschen: «Wenn es sich zu gut anhört, ist es meistens Fake!» Allein in Oberfranken seien 2026 schon viele Millionen Euro Schaden entstanden. 

Besonders gefährlich ist es laut Polizei dann, wenn jemand tatsächlich Geld überwiesen bekommt und dieses weiterleiten soll. Komme man dem nach, könne man selbst nicht nur Geschädigter, sondern auch Beschuldigter werden – wegen Geldwäsche.

Quelle: dpa

Bayern Kriminalität OBERFRANKEN

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