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Ältere holen bei Nutzung sozialer Medien auf

02. März 2026 , 09:33 Uhr

Gerade bei Älteren steigen laut dem Statistischen Bundesamt in Deutschland die Nutzerzahlen. Kinder und Jugendliche wurden nicht befragt. Im Vergleich mit anderen Ländern überraschen die Ergebnisse.

Mehr als jeder Zweite nutzt in Deutschland soziale Medien -Tendenz weiter steigend. 2025 waren laut Statistischem Bundesamt 59 Prozent der 16- bis 74-Jährigen privat auf entsprechenden Plattformen unterwegs. 2021 waren es erst 47 Prozent gewesen. 

Befragt wurden Menschen zwischen 16 bis 74 Jahren. Daten für Kinder und Jugendliche, bei denen aktuell über ein Verbot diskutiert wird, liegen nicht vor. Als Nutzung galt es, wenn man sich auf einer entsprechenden Plattform anmeldet, Beiträge erstellt oder mit anderen Nutzern interagiert. Die Nutzung von Messenger-Diensten zählte nicht dazu. 

Ältere holen auf

«Je jünger die Menschen sind, desto eher nutzen sie aktiv soziale Medien», berichteten die Statistiker. Am höchsten ist der Anteil mit 85 Prozent in der Altersgruppe 16 bis 24 Jahre. Mit zunehmendem Alter geht die aktive Nutzung zurück. Von den 65- bis 74-Jährigen waren noch 25 Prozent dort aktiv.

«Dabei hat die Nutzung sozialer Medien gegenüber 2021 in allen Altersgruppen deutlich zugenommen, vor allem unter den Älteren», ergänzen die Statistiker. Bei den 65- bis 74-Jährigen wuchs der Nutzeranteil von 15 auf 25 Prozent. Bei den 55- bis 64-Jährigen von 29 auf 42 Prozent. Aber auch in der jüngsten Gruppe gab es einen weiteren Zuwachs von 78 auf 85 Prozent.

In anderen Ländern viel aktiver

Beim Vergleich mit anderen Ländern in der EU zeigt sich, «dass soziale Medien in Deutschland von so wenigen Menschen aktiv genutzt wie in kaum einem anderen Staat in der Europäischen Union», so die Statistiker. Nur in Italien nutzten noch weniger Menschen soziale Medien. 

Im EU-Schnitt waren 67 Prozent der Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren in sozialen Medien aktiv unterwegs. Am weitesten verbreitet war die Nutzung sozialer Medien in Dänemark (90 Prozent), Zypern (87 Prozent) und Malta (82 Prozent).

Quelle: dpa

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