Bei den anstehenden Betriebsratswahlen im Amazon Lager in Gattendorf im Landkreis Hof sorgt die Gewerkschaft ver.di für Aufsehen: ’sie hat eine eigene Liste mit Kandidaten eingereicht. Doch die Kandidaten sehen sich laut ver.di vermehrt Druck und Maßnahmen durch den Arbeitgeber ausgesetzt, was die Wahl zur Mitbestimmung erschweren könnte.
Kritiker werfen Amazon vor, die Mitbestimmung in Deutschland nicht ernst zu nehmen und als Hindernis zu betrachten. Es gibt Vorwürfe, dass Kandidaten an der Ausübung ihrer Arbeit gehindert werden und arbeitsrechtliche Maßnahmen drohen, obwohl sie unter besonderem Kündigungsschutz stehen. Ver.di fordert ein sofortiges Ende der Benachteiligungen und eine Sicherstellung fairer, demokratischer Wahlen im Betrieb. Am 18. Mai stehen die Betriebsratswahlen im Amazon Lager in Gattendorf an.
Mittlerweile hat sich auch Amazon zu den Vorwürfen der Gewerkschaft geäußert:
„Amazon weist die geäußerte Kritik entschieden zurück. Die anstehenden Betriebsratswahlen in Hof-Gattendorf finden vollständig im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben statt. Die Durchführung erfolgt durch den gewählten Wahlvorstand; das Unternehmen unterstützt diesen demokratischen Prozess ausdrücklich. Alle Mitarbeitenden haben jederzeit die freie und geschützte Möglichkeit, sich für eine Kandidatur aufstellen zu lassen und sich aktiv an der betrieblichen Mitbestimmung zu beteiligen.
Jeder ernst gemeinte Hinweis zu möglichen Unregelmäßigkeiten wird sorgfältig geprüft und ausschließlich auf Basis konkreter Sachverhalte sowie unter strikter Beachtung der geltenden arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen bewertet. Amazon steht für ein respektvolles Arbeitsumfeld, transparente Prozesse und etablierte Mitbestimmungsstrukturen an allen Standorten in Deutschland. Dazu kommen attraktive Löhne und umfangreiche Zusatzleistungen.“