Anklage wegen Anschlags

Anklage gegen Gehilfen nach Attacke an Holocaust-Mahnmal

09. September 2026 , 12:06 Uhr

Nach dem Angriff auf einen spanischen Touristen am Holocaust-Mahnmal wird gegen einen mutmaßlichen Gehilfen Anklage erhoben. Was die Ermittler dem Mann vorwerfen.

Die Bundesanwaltschaft hat wegen des Anschlages am Holocaust-Mahnmal in Berlin, bei dem ein spanischer Tourist mit einem Messer attackiert und lebensbedrohlich verletzt worden war, Anklage gegen einen Syrer erhoben. Dem Mann, der Gehilfe des schon verurteilten Haupttäters gewesen sein soll, werde Beihilfe zum versuchten Mord und zur gefährlichen Körperverletzung vorgeworfen, teilte die oberste deutsche Anklagebehörde in Karlsruhe mit. 

Er soll unmittelbar vor der Messerattacke im Februar des vergangenen Jahres mit dem Haupttäter in Kontakt gewesen sein. Mit ihm habe er den Nachmittag vor der Tat verbracht und ihn ermutigt, sein Vorhaben umzusetzen, so die Bundesanwaltschaft. Er befindet sich seit Ende Mai in Untersuchungshaft, nachdem er zuvor in Berlin gefasst worden war. Die Anklage wurde beim Kammergericht in Berlin erhoben.

Der ebenfalls aus Syrien stammende Haupttäter war im März vom Kammergericht in Berlin wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Quelle: dpa

Deutschland Extremismus Kriminalität Syrien

Das könnte Dich auch interessieren

18.09.2026 Berufungsprozess gegen Maja T.: Anklage fordert längere Haft Im Berufungsprozess gegen Maja T. fordert die Staatsanwaltschaft mehr als 13 Jahre Haft und eine Verschärfung des Strafvollzugs. Die Verteidigung hält dagegen und zweifelt die Beweise an. 18.09.2026 Brandanschlag auf Synagoge: Untersuchungshaft angeordnet Mitten am Tag soll ein 37-Jähriger einen Brandsatz an der Wuppertaler Synagoge gezündet und sich danach antisemitisch geäußert haben. Nun sitzt er in Untersuchungshaft. 17.09.2026 Mutmaßlicher Islamist plante anscheinend Anschlag auf Kirche Ein 24-jähriger Iraker soll eine Kirche in Bremen als Anschlagsziel ausgewählt und schon eine Schusswaffe beschafft haben. Die Ermittler werfen ihm mehrere schwere Straftaten vor. 15.09.2026 Mutmaßliche Mitglieder von Eritrea-Terrorgruppe festgenommen Bei Veranstaltungen mit Eritrea-Bezug kam es in Deutschland mehrfach zu Krawallen. Die Bundesanwaltschaft sieht eine Terrorgruppe dahinter – und lässt zwei mutmaßliche Mitglieder festnehmen.