Apothekerstreik nächste Woche Montag: Honorarerhöhung wird gefordert

16. März 2026 , 12:13 Uhr

Es gibt so wenige Apotheken in Deutschland wie seit 50 Jahren nicht mehr. Das wurde auf einem Pressegespräch im Langheimer Amtshof heute (Mo) deutlich. Auch im Landkreis Kulmbach haben in den letzten Jahren immer mehr Apotheken geschlossen. Es sind mittlerweile nur noch 16, acht davon liegen in der Stadt Kulmbach. Der Sprecher der Kulmbacher Apotheker und Vorsitzender des Bayerischen und Deutschen Apothekerverbandes Hans Peter Hubmann:

Wir leiden darunter, dass schlicht und einfach das Packungshonorar seit mehr als 13 Jahren nicht mehr angehoben wurde und die Kosten uns davonlaufen. Wir brauchen die zugesagte Honoraranpassung dringend, um die Bevölkerung weiterhin mit Arzneimitteln versorgen zu können und die Arbeitsplätze vor Ort zu sichern. 

Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass das Honorar von 8,35 Euro auf 9,50 Euro ansteigen soll. Die Apotheker fordern, dass dieses Versprechen eingehalten wird und protestieren nächste Woche Montag (23.03.). Bayernweit soll ein Großteil der Apotheken an dem Tag geschlossen haben, es wird nur den Notdienst geben. Außerdem ist eine Kundgebung in München geplant.

Der Kulmbacher Freie Wähler-Landtagsabgeordnete Rainer Ludwig hat angekündigt, dass die bayerischen Koalitionspartner noch in dieser Woche einen Antrag an den Bund stellen wollen. Auch sie fordern von der Bundesregierung, dass das Honorar der Apotheker erhöht wird.

 

Auf dem Bild von links: Vorsitzender des Bayerischen und Deutschen Apothekerverbandes Hans Peter Hubmann, Kulmbacher Freie Wähler-Landtagsabgeordneter Rainer Ludwig, Landrat Klaus Peter Söllner, Schulleiter der Kulmbacher PTA-Schule Edgar Gräf

Das könnte Dich auch interessieren

16.03.2026 AOK zum Krankenstand: Oberfranken hat die meisten Krankheitstage - Kronach ist absoluter Spitzenreiter Die Oberfranken sind bayernweit am häufigsten krank geschrieben. Das zeigt eine Erhebung der Krankenkasse AOK. 6,7 Tage sind die Oberfranken im Schnitt krank geschrieben.  Die Landkreise Kulmbach, Kronach und Lichtenfels liegen sogar noch über dem Durchschnitt. Im Landkreis Lichtenfels liegt der Wert bei sieben, im Kulmbacher Land bei 7,1 und im Landkreis Kronach sogar bei 16.03.2026 Jahresstatistik Erzbistum Bamberg: weniger Katholiken in Oberfranken In Oberfranken gibt es immer weniger Katholikinnen und Katholiken. Wie das Erzbistum Bamberg mitteilt, ist die Mitgliederzahl um zirka 17.000 auf rund 557.000 gesunken. Grund dafür ist neben der demografischen Entwicklung die immer noch hohe Zahl an Kirchenaustritten. Die ist zwar im Vergleich zum Vorjahr gesunken, dennoch sind über 8.800 Menschen im Erzbistum aus der 16.03.2026 Warnung vor Schockanrufen: Zur Zeit viele Anrufe im Raum Bamberg Die Oberfränkische Polizei warnt aktuell vor Schockanrufen. Zur Zeit werde besonders Menschen im Raum Bamberg und Forchheim von den Betrügern angerufen. Falsche Polizeibeamte, die zur Sicherheit Wertsachen abholen wollen. Die Polizei warnt,  gegen Sie Fremden am Telefon keine Auskunft und legen Sie am besten die Hörer auf. 16.03.2026 Mit Axt auf Auto losgegangen: 42-Jähriger nach Ausraster in Bezirksklinik gebracht Ein Mann, der mit einer Axt an einem Pkw sämtliche Scheiben eingeschlagen hat, hat in Weitramsdorf bei Coburg gestern für Aufsehen gesorgt. Der 45-Jährige randalierte nachmittags auf der Straße und richtete gut 1.000 Euro Schaden an. Die Polizei hat den Mann in seiner Wohnung festgenommen und ihn aufgrund seines psychischen Zustands in ein Bezirkskrankenhaus gebracht.